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Wer macht Jagd auf Null-Null-Wuff?

Wer macht Jagd auf Null-Null-Wuff?

di Brezina Thomas C.

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Contenuto

15Bello Bond ist ein cleverer, hinreißender Hund, der sich zusammen mit drei Freunden in halsbrecherische Abenteuer stürzt. Zusammen mit den Kindern lebt er im Internat - heimlich - denn Tiere sind hier nicht erlaubt. Geschickt läßt der Autor in die turbulenten Handlungen eine wohldosierte Portion Sachinformation über Tiere und Tierversuche einfließen.09Ein Hund wird gejagt Ich heiße Lina und bin eine Ratte. Mein bester Freund heißt Lux und ist ein Büffel. Mein zweitbester Freund heißt Bastian und ist ein Schwein. Das bedeutet aber nicht, dass wir quieken, brüllen oder grunzen. Wir leben auch nicht auf einem Bauernhof, sondern im Internat Zitterbart, das am Graf-Rüdiger-See in Bayern liegt. Ratte, Büffel und Schwein sind nur unsere Zeichen im chinesischen Horoskop. Wir haben das durch Zufall genau an dem Tag herausgefunden, an dem wir Bello Bond begegnet sind. Am besten, ich erzähle euch das alles der Reihe nach: Es war an einem Mittwoch im Frühling, als Bastian, Lux und ich heimlich aus dem Internat schlichen. Im Kino wurde zum allerletzten Mal »Free Willy« gezeigt. Wir hatten den Film über die Befreiung des riesigen Orca-Wales schon fünfmal gesehen, wollten ihn aber trotzdem noch einmal anschauen. Bastian, Lux und ich, wir sind nämlich Tier-Detektive. Wir setzen uns für bedrohte Tiere ein und versuchen Tierquälern das Handwerk09zu legen. Außerdem helfen wir einmal in der Woche im Tierheim mit. Dazu müssen wir aber auch eine Menge über Tiere wissen. Deshalb ist Biologie unser Lieblingsfach. Jeder von uns hat viele Bücher über Tiere, und wir sehen uns alle Filme an, in denen Tiere vorkommen. Leider dürfen wir im Internat keine Haustiere halten. Das ist strengstens verboten. Als wir aus dem Kino kamen, dämmerte es bereits. Es war ein ziemlich kalter Abend, und deshalb waren auch nur wenige Leute unterwegs. Auf dem Heimweg sind wir vor einer Blumenhandlung stehen geblieben. In der Auslage hing ein riesiges Plakat, auf dem stand: Ihr chinesisches Horoskop. Wir haben unter unserem Geburtsjahr nachgesehen, und so haben wir herausgefunden, dass ich eine Ratte bin, Bastian ein Schwein und Lux ein Büffel. Lux grinste Bastian an. »Das stimmt haargenau, denn du fühlst dich erst dann in unserem Zimmer so richtig wohl, wenn du es in einen Saustall verwandelt hast!« Doch gleich darauf fiel ihm ein, dass Schweine gar ke09ine dreckigen Tiere sind. Sie suhlen sich nur gern im Schlamm. Wenn dieser dann getrocknet ist, fällt er ab und die Haut der Schweine fühlt sich besonders weich und glatt an. Bastian mag es gar nicht, wenn man an ihm herumnörgelt. Dann werden seine abstehenden Ohren knallrot. Auch jetzt ärgerte es ihn, dass Lux sich über seine Schlampigkeit lustig machte. Er wandte sich ab und schnürte wieder einmal heimlich meinen Rucksack auf. Es sind immer ein paar Hundekuchen, etwas Vogelfutter, mein Tagebuch, ein Buch und meine Geldbörse drin. Bastian denkt jedes Mal, ich merke es nicht, wenn er sich an meinem Rucksack zu schaffen macht, und ich lasse ihm die Freude. Dafür lege ich ihm am Abend Eiswürfel unter das Leintuch. Ihr solltet ihn dann quietschen hören. Während ich las, was da alles über das Schwein, die Ratte und den Büffel stand, kam ein Auto mit quietschenden Reifen um die Kurve gefahren und raste in einem Höllentempo die Straße entlang. »Der will den Hund überfahren!«, schrie Bas09tian entsetzt. Ich drehte mich um und sah einen kleinen, weißen Hund, der etwas Rotes umgebunden hatte und um sein Leben rannte. Seine Pfoten flogen nur so über den Asphalt, und seine schwarzen Knopfaugen traten vor Angst aus dem Kopf heraus. Bastian lief einfach mitten auf die Fahrbahn und versuchte das Auto aufzuhalten. Wie ein weißer Pfeil raste der Hund zwischen seinen Beinen hindurch. Der Wagen - er war ziemlich groß und hellgrün lackiert - blieb aber nicht stehen. Der Lenker drückte auf die Hupe, und als Bastian noch immer nicht auswich, riss er das Steuer herum und raste haarscharf an ihm vorbei. »Du hast wohl ein Leck im Kopf!«, schimpfte Lux. Da sein Vater Kapitän ist, verwendet er gerne Ausdrücke aus der Seemannssprache. Er trägt auch immer eine Kapitänskappe, die ihm sein Papa geschenkt hat. Deshalb nennen wir ihn alle Käpten. Bastians Ohren glühten noch stärker.

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