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Pumuckl und die Schatzsucher

Pumuckl und die Schatzsucher

di Kaut Ellis

  • Prezzo: € 6.60
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Contenuto

15Pumuckl sucht einen Schatz und betätigt sich als Architekt. Pumuckl ist fasziniert von dem Gedanken, einen Schatz zu finden. Seine Expedition verläuft allerdings anders als gedacht. Auch der Streich,den zwei Jungen der Inge spielen wollen, nimmt eineunvorhergesehene Wendung. Der Kobold will helfen, dem Mädchen Angst einzujagen. Doch eh er es sich versieht, zittert er selbst vor Angst. Wer sitzt schon gern in einer Schachtel, auf deren Deckel eine hungrige Katze thront? Für noch mehr Tumult sorgt Pumuckl, als er sich selbst ein eigenes Zimmer in der Küche von Meister Eder baut. Dessen Freund sieht Pumuckls »Baustelle« und will den armen Schreinermeister daraufhin zu einem Spezialisten für Nervenkrankheiten schicken ...09Wer den Schreinermeister Eder kennt, der weiß, dass er eine Abneigung hat gegen alle Arten von Sensationsmacherei und Rummel. Er hat gern seine Ruhe und seinen Frieden. Trotzdem wäre er mit seinem Pumuckl fast eine Zeitungssensation geworden. Und das kam so: Meister Eder ging nach langer Zeit wieder einmal zu seiner Stammtischrunde in den »Grünen Krug«. Da saßen sie alle beisammen, der Automechaniker Schmitt und der Schlosser Bernbacher und wie die Handwerker aus der Umgebung alle heißen. Sie freuten sich, Meister Eder wieder einmal zu sehen, und Herr Bernbacher konnte es nicht lassen, ihn wie üblich aufzuziehen: »Dir scheint es ja gut zu gehen, Franz, das sieht man. Aber wie geht es denn deinem Kobold Muduckl oder wie er heißt? Lebt er noch beidir oder hast du ihn losgebracht?« »Danke, mein Lieber, es geht ihm gut. Aber vielleicht merkst du dir endlich seinen Namen: Pumuckl heißt er!«, sagte Eder mit schöner Sachlichkeit. Die Herren schmunzelten und nickten und Bernbacher hob sei09n Glas: »Auf den besten aller Kobolde, den Dupuckl!« Lachend stießen sie an. Damit wäre alles abgetan gewesen, wenn nicht am Nebentisch ein Herr Schnabel allein gesessen wäre, der das Gespräch mit angehört hatte. Herr Schnabel, ein etwas geschwätziger Zeitgenosse, mischte sich sofort ein. »Weil Sie gerade so spöttisch über einen Kobold reden«, begann er, »muss ich Ihnen sagen, dass ich ein Mensch bin, der zu solchen übersinnlichen Dingen Zugang hat - bei mir geschehen Dinge, sage ich Ihnen, Dinge...« Und ehe die Stammtischrunde etwas sagen konnte, stand Herr Schnabel auf und setzte sich dazu. Er fuhr fort: »Da hat man doch vor einem Jahr oder so in allen Zeitungen lesen können, dass irgendwo die Bilder von der Wand fallen und die Töpfe vom Regal. Sogar ein Panzerschrank hat sich von allein fortbewegt!« Seine Stimme senkte sich zu bedeutungsvollem Flüstern: »Und bei mir, meine Herren, bei mir ereignet sich genau dasselbe!« Die Herren sahen sich an und Herr Bernbacher meinte dann: »09Was Sie nicht sagen! Wohin bewegt sich denn dann Ihr Panzerschrank?« Den ironischen Unterton dieser Frage bemerkte Herr Schnabel nicht. »Ich habe keinen Panzerschrank«, antwortete er ernsthaft, »aber meine Uhr fällt immer um die gleiche Zeit von der Wand! Stellen Sie sich dasvor!« »Und da ist die Uhr immer noch nicht kaputt? Respekt!«, spottete Eder, der den Herrn gerne wieder losgeworden wäre. Der Mechanikermeister Schmitt aber zwinkerte Eder zu und sagte: »Wenn das alles ist, verehrter Herr! Da geschehen bei unserem Herrn Eder ganz andere Sachen. Da fällt nicht nur ständig was runter, sondern auch wieder hinauf und dann...« Ein heftiger Tritt Eders gegen sein Schienbein ließ den Mechaniker jäh verstummen. »Ich möchte gerne mit meinen Freunden über etwas anderes reden«, sagte Eder nicht unfreundlich, aber bestimmt. Herr Schnabel erhob sich daraufhin, holte eine Visitenkarte aus seiner Brusttasche und sagte: »Erlauben Sie, dass ich mich mit Ihnen gelegentlich in Verbindung setze,09mich interessiert das Thema außerordentlich!« Meister Eder nahm die Visitenkarte und steckte sie achtlos ein. Da Herr Schnabel sich aber nicht mit jemandem in Verbindung setzen konnte, dessen Namen er nicht wusste, fragte er höflich: »Darf ich auch Ihre Adresse erfahren?« Meister Eder wollte schon rundheraus »Nein« sagen, als ihm Bernbacher mit dem Ruf zuvorkam: »Nicht weit von hier, Schreinerei Eder, ganz leicht zu finden!« Meister Eder warf dem Handwerker einen äußerst missbilligenden Blick zu, doch das half jetzt nichts mehr. »Vielleicht komme ich gelegentlich vorbei!«, versprach Herr Schnabel und ging an seinen Tisch zurück. Der Schreinermeister wollte diese Begegnung eigentlich vergessen - trotzdem fiel sie ihm am nächsten Tag wieder ein.

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