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Hallo, hier Pumuckl

Hallo, hier Pumuckl

di Kaut Ellis

  • Prezzo: € 6.60
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15Ein Kobold als Anrufbeantworter das sorgt für Trubel in der Leitung. Den Pumuckl faszinieren Dinge, die er noch nicht kennt, zum Beispiel Meister Eders Telefon. Wie das wohl funktioniert? Der kleine Kerl muss das unbedingt herausbekommen, weil er doch einen Termin des Schreinermeisters absagen will, damit der mit ihm in den Tierpark geht. Nach einigen Fehlversuchen erwischt Pumuckl tatsächlich den Kunden. Meister Eder ist davon alles andere als begeistert. Auch die ersten Flugversuche seines Kobolds treiben ihm den Schweiß auf die Stirn. Wie soll er seinen Pumuckl nur aus der Dachrinne retten?09Wenn man es genau bedenkt, so ist ein Telefon eigentlich eine verrückte Sache: Man dreht an einer Scheibe, und dann kann man mit jedem Menschen auf der ganzen Welt reden, der einen ebensolchen Apparat hat. Das kann sehr angenehm sein, aber auch höchstlästig. In dieser Geschichte war es höchst lästig - wenigstens für den kleinen Kobold Pumuckl. Und das kam so: Meister Eder hatte - geschäftlich gesehen - eine flaue Zeit. Hier einmal einen Stuhl wieder ordentlich zusammenleimen, dort ein Regal oder ein Schränkchen anfertigen, das war alles. Nun, für den genügsamen alten Schreinermeister reichten diese Einnahmen, zudem war er sicher, dass bald wieder größere Aufträge kommen würden. So sagte er also eines Nachmittags zum Pumuckl: »Weißt du was? Wir machen morgen einfach blau!« Der Pumuckl guckte etwas verwundert und fragte dann: »Braucht man dazu viel Farbe?« »Überhaupt keine«, antwortete Eder schmunzelnd. »Ein Tag wird von allein blau, wenn man nichts tut.« »So wie man ganz von allein09 vor Kälte blau wird, wenn man nichts anzieht?« Der Schreinermeister lachte. »So ähnlich, Pumuckl! Aber weißt du, was wir an diesem blauen Tag unternehmen? Wir gehen in den Tierpark!« »Tierpark?«, fragte der Pumuckl verwundert, denn er hatte noch nie von so etwasgehört. »Da gibt es Löwen und Bären und Elefanten und Seehunde«, zählte Meister Eder auf. Aber der Pumuckl machte ein bedenkliches Gesicht. »Also ich will ja gern einen Seehund sehen, aber - aber wenn der Löwe sehr groß ist, dann ist er vielleicht sehr gefräßig und hält mich für eine Nachspeise?« Meister Eder beruhigte den kleinen Kerl und erklärte ihm, dass die Tiere entweder durch Gitter oder durch große Wassergräben von den Menschen getrennt seien. Und dass es natürlich nicht nur wilde Tiere gebe, sondern auch Rehe zum Beispiel. Davon war der Pumuckl hellauf begeistert. »Oh«, rief er, »alle Kobolde lieben Rehe!« »Und Hasen gibt es auch«, ergänzte Eder. Der Pumuckl sprang vor Glück einen halben Meter hoch. »Oh, alle Kobo09lde streicheln gerne Hasen!« »Und Giraffen!« Der Kobold, der schon wieder zu einem Luftsprung ansetzen wollte, blieb auf der Erde. »Oh - ich weiß nicht, was alle Kobolde mit Giraffen tun. Aber es wird mir dann schon einfallen. Sind das auch so liebe kleine Tiere?« »Lieb sindsie schon«, meinte Eder, »aber sie sind nicht klein, sondern so groß, dass sie leicht vom Fensterbrett im ersten Stock eines Hauses die Geranien wegfressen könnten.« Der Pumuckl machte große Augen. »Mögen denn das die Leute, die im ersten Stock wohnen, wenn Giraffen die Geranien wegfressen?« »Die Giraffen leben ja im Tierpark und da gibt es keine Häuser mit Geranien im ersten Stock«, erklärte Eder. »Das ist aber doch sicher sehr traurig für die Giraffen«, sagte der Pumuckl voller Mitgefühl. Am liebsten wäre der Kobold auf der Stelle in den Tierpark gegangen. Aber es war schon später Nachmittag und die Zeit zu knapp. Meister Eder versprach, dass sie den ganzen nächsten Tag dort verbringen würden, und das tröstet09e den Pumuckl auf der Stelle, sodass er jubelte: »Morgen wird der blaueste von allen blauen Tagen, die es gibt!« Und in diesem Augenblick läutete das Telefon. Meister Eder nahm den Hörer ab. Es meldete sich Professor Bergmeier, ein alter Kunde des Schreinermeisters. »Ich verreise übermorgen für zwei Monate, Herr Eder, und da dachte meine Frau, dass Sie in meiner Abwesenheit mein Arbeitszimmerneu einrichten könnten, eine Schrankwand und ringsum Bücherregale und einen Schreibtisch, genau dazu passend - wäre das möglich?« Meister Eder machte eine Verbeugung, obwohl der Professor das nicht sehen konnte.

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