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Gänsehaut, Der Spiegel des SchreckensNormalmente disponibile in 5/6 giorni lavorativi |
 (puoi sempre toglierlo dopo) |
Contenuto15Max und sene Freunde entdecken auf dem Dachboden einen alten Spiegel. Sie finden heraus, daß man unsichtbar wird, wenn man die Lampe darüber anknipst. Zunächst macht das Spaß, bald jedoch hat Max so ein merkwürdiges Gefühl, als ob der Spiegel ihn hineinziehen wolle. Und plötzlich erscheinen ihm seine Freunde so merkwürdig. . .09Zum ersten Mal unsichtbar wurde ich an meinem zwölften Geburtstag. Eigentlich war Whitey ja an allem schuld. Whitey ist mein Hund. Er ist nur so ein Köter, zur Hälfte Terrier, zur Hälfte alles Mögliche. Er ist vollkommenschwarz, deswegen haben wir ihn auf den Namen Whitey getauft, logo. Hätte Whitey nicht auf dem Speicher herumgeschnüffelt... Aber am besten springe ich wohl ein Stück zurück und beginne mit dem Anfang. Mein Geburtstag fiel auf einen verregneten Samstag. Einige Minuten bevor die Kinder zu meiner Geburtstagsparty eintrudeln sollten, machte ich mich fertig: Ich kämmte meine Haare. Mein Bruder zieht mich deshalb immer auf. Er nervt mich jedes Mal fürchterlich, wenn ich vor dem Spiegel stehe und mein Haar ordentlich kämme. Ich habe nun einmal tolle Haare. Sie sind ziemlich fest, von leuchtend goldbrauner Farbe und ein bisschen gewellt. Sie sind mein ganzer Stolz, deshalb möchte ich einfach, dass sie gut liegen. Außerdem habe ich recht große Ohren, die ganz schön abstehe09n. Deshalb muss ich sicher sein können, dass meine Haare meine Ohren verdecken. Das ist wichtig. »Max, hintenrum sind sie verwurstelt«, sagte Lefty, mein Bruder, der hinter mir stand, während ich vor dem Spiegel in der Eingangshalle meine Frisur begutachtete. In Wirklichkeit heißt er Noah, aber ich nenne ihn Lefty, weil er der einzige Linkshänder in unserer Familie ist. Lefty warf seinen Softball hoch und fing ihn mit der linken Hand auf. Lefty ist zwei Jahre jünger als ich. Er ist kein übler Bursche, aber er hat zu viel Energie. Ständig muss er einen Ball herumwerfen, mit den Händen auf den Tisch trommeln, auf irgendetwas klopfen, herumrennen, hinfallen, irgendwo anecken oder mit mir raufen. Du weißt bestimmt, was ich meine. Mein Vater sagt, er hätte Ameisen in der Hose. Das ist zwar ein dämlicher Ausdruck, aber er beschreibt meinen Bruder ganz gut. Ich drehte mich um und verrenkte mir den Hals, um meine Haare von hinten sehen zu können. »Sie sind nicht verwurstelt, du Lügner«, s09agte ich. »Pass auf!«, rief Lefty und warf mir den Softball zu. Ich griff danach, erwischte ihn aber nicht. Knapp unter dem Spiegel prallte er mit einem lauten Plopp gegen die Wand. Lefty und ich hielten den Atem an und warteten, ob unsere Mutter das Geräusch gehört hatte. Hatte sie aber nicht. »Das war doof«, flüsterte ich Lefty zu. »Du hättest fast den Spiegel zerbrochen.« »Selber doof«, sagte er. Typisch. »Warum lernst du nicht endlich, mit der rechten Hand zu werfen? Dann könnte ich ihn vielleicht ab und zu fangen«, sagte ich zu ihm. Ich zog ihn gern damit auf, dass er Linkshänder war, weil er das wirklich hasste. »Du stinkst«, sagte er und hob den Softball auf. Daran war ich gewöhnt. Er sagte das hundertmal am Tag. Vielleicht hielt er das für clever oder so. Für einen Zehnjährigen ist er ganz gut drauf, aber er hat keinen allzu großen Wortschatz. »Deine Ohren gucken raus«, sagte er. Ich wusste, dass er log. Gerade wollte ich antworten, da ertönte die Türklingel. Beide rasten09wir den engen Gang entlang zur Haustür. »He, das ist meine Party!«, rief ich ihm zu. Aber Lefty war als Erster an der Tür und riss sie auf. Zack, mein bester Freund, hatte es eilig, ins Haus zu kommen. Draußen fing es gerade an, wie aus Kübeln zu gießen, und er war schon klatschnass. Er überreichte mir ein in Silberpapier gewickeltes Geschenk, von dem Regentropfen herunterliefen.
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