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Der Weg zum HeldenplatzEine Geschichte der österreichischen Diktatur 1933-1938Normalmente disponibile in 5/6 giorni lavorativi |
 (puoi sempre toglierlo dopo) |
Contenuto15War Österreichs Weg in das Hitlerreich unabwendbar? Manfred Scheuch beleuchtet die Vorgeschichte des "Anschlusses" von 1938 in der Ersten Republik und im austrofaschistischen Ständestaat. Seine Schlussfolgerung: Die unnachgiebige Politik der Christlichsozialen, die keine Annäherung an die Sozialdemokratie zuließ und sich durch deren Zerschlagung der stärksten Bundesgenossen gegen die nationalsozialistische Vereinnahmung beraubte, hat den Weg zum Heldenplatz geebnet.Die aus der Zertrümmerung der Habsburgermonarchie hervorgegangene demokratische Republik Österreich, der "Staat, den keiner wollte", vom unüberbrückbaren Gegensatz zwischen der klerikal-bürgerlichen Christlichsozialen Partei und den proletarischen Sozialdemokraten geprägt, endete nicht erst im Jahre 1938. Bereits 1933 wurde ihr durch den Verfassungsbruch der christlichsozial geführten Regierung Dollfuß' das Ende bereitet.Im Bündnis mit der von Mussolini protegierten faschistischen Heimwehr auf autoritärem Kurs, drängt15e sie die Arbeiterschaft mit der Niederschlagung des verzweifelten Aufstands vom Februar 1934 ins totale Abseits.Im Juliputsch 1934 wurde Kanzler Dollfuß Opfer der Nazis, ohne dass sein Nachfolger Schuschnigg willens und imstande war, eine Versöhnung mit der in die Illegalität gedrängten Sozialdemokratie zu finden. Vielmehr versuchte er Befriedung durch Einbindung des "nationalen Lagers", ein Erfolg der Nazis. Hilflosigkeit gegenüber der Wirtschaftskrise mit ihrer verheerenden Arbeitslosigkeit vertiefte die Entfremdung breiter Bevölkerungskreise und insbesondere der Jugend gegenüber dem Regime. Verfolgung politischer Gegner, Errichtung von Anhaltelagern, kleinliche Schikanen, Zensur und klerikales Muckertum blieben vergebliche Mittel, die Distanz der Mehrheit der Österreicher zum ungeliebten Staat zu verringern. Außenpolitisch isoliert und im Inneren zerrissen, wankte das Regime in seinen Untergang. Nicht nur fanatische Nationalsozialisten strömten am 13. März 1938 auf den Helden15platz. Viele glaubten, schlimmer könne es nicht werden. Sie unterlagen damit einer für Hunderttausende tödlichen Täuschung.01Manfred Scheuch, Dr. phil., Wiener des Jahrgangs 1929, Studium der Geschichte, 1970-1989 Chefredakteur der Arbeiter-Zeitung, Autor vieler Sachbücher: Er wurde mit dem Renner-Preis, Preis der Stadt Wien für Volksbildung und dem Bruno Kreisky-Anerkennungspreis ausgezeichnet.
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